Eine Erklärung


Wie lässt sich das erklären?

Mikroorganismen sind die wahren Herrscher der Welt und die Wiege des Lebens. Auch zahlenmäßig stellen sie alles andere in den Schatten. In einem Gramm Humus sind 10 Milliarden Mikroben enthalten. Auch wissen wir, das unsere gesamte Umwelt, dazu gehören natürlich auch wir Menschen, in Symbiose, also in einer friedlichen, nutzbringenden Gemeinschaft mit Mikroorganismen leben. (Buchtipp: Jörg Blech, „Das Leben auf dem Menschen“) Schon der französische Chemiker Pasteur (1822-1895), der Entdecker der sogenannten Krankheitskeime machte die Aussage: „Das Virus ist Nichts, das Milieu ist alles.“

Sie leben auf unserer Haut, in unserem Darm, genauso wie auf unserem abgewischten Küchentisch und in unserem abgesaugten Sofa, ebenso wie in jedem Erdboden, jeder Pflanze, also überall. Für jeden Lebensraum die dafür angepassten und notwendigen Mikroben. Ist das natürliche Gleichgewicht dieses friedlichen Miteinanders, dem Lebensmilieu, aus welchem Grund auch immer gestört, kommt es immer häufiger dazu, das degenerative also krankmachende Prozesse ablaufen, die dann versteckt in der Erde, in den Pflanzen oder auch in uns Lebewesen das „Leben“ zum negativen verändert. Wir bemerken das erst, wenn es stinkt, wenn auf diesen Böden Nichts so recht wachsen will oder der Ertrag zu gering ist um die Familie satt zu bekommen, oder wenn es weh tut.

Rettung versprach vor fast einem Jahrhundert die chemische Industrie. Ab da, fanden wir immer mehr Möglichkeiten um das „kranke Milieu“ um uns herum und in uns wieder zu beleben. Düngen, putzen, waschen, schlucken, endlich noch mehr Erträge, ganz leicht alles blütenweiß und sauber, außerdem sind bald alle schlimmen Krankheiten ausgerottet. Bis heute hat sich die Menge der „Mittelchen“ für Umwelt und Gesundheit oder besser gesagt Krankheit um einige tausend Tonnen erhöht, gleichfalls die Zahl der Umweltprobleme, Krankheiten und Ärzte. Nicht alle Neuerungen sind schlecht, aber bis heute versuchen die Zauberlehrlinge die Geister die sie riefen zu beherrschen. Wann wird es gelingen?

Vielleicht, wenn wir unsere kleinsten Helfer, die Mikroorganismen mit einbeziehen.

Professor Higa erklärt, es gibt im wesentlichen nur drei Gruppen von Mikroorganismen. Eine kleine Gruppe hat eine aufbauende, antioxidative Wirkung, wo Fermentation ohne Gestank stattfindet und etwas positives für die Gemeinschaft heraus kommt. Eine weitere kleine Gruppe hat eine abbauende, oxidierende Wirkung, wobei wir Fäulnis und Gestank erleben und die größte Gruppe der Mikroben sind einfach nur Mitläufer die sich den dominanteren Mikroben anschließen. Also gibt es immer diesen Moment in dem das Milieu entscheidet aus Saft, Wein zu machen oder aus Kohl Sauerkraut entstehen zu lassen. Das ist dann der Moment, wo entschieden ist, welche Gruppe gerade aktiver ist. Mit Verminderung der natürlichen mikrobiellen Struktur durch Düngung, industrielle Massenherstellungsverfahren und andere Umweltbelastungen gewinnen immer mehr degenerative Prozesse die Oberhand. Die Lösung war, die schlechten Mikroben, die dafür ja verantwortlich waren unschädlich zu machen. Da hilft nur noch spritzen, damit es trotzdem wächst, mehr düngen. Darunter leidet die Qualität und somit die Haltbarkeit. Also, nach der Ernte weiter „behandeln“ und bestrahlen. Als Ergebnis ernten wir makellose Früchte, mit immer noch problematischer Haltbarkeit und weniger Geschmack als früher. Aber wer kann sich daran noch erinnern?

»Wir müssen den Blick auf die Welt der Mikroorganismen richten, auf diese winzigen Lebewesen, deren Dasein und Tätigkeit unser Leben erhalten.«

Professor Dr. Teruo Higa,
Universität des Ryukyus-Archipels, Okinawa, Japan

Professor Higa kam offensichtlich zu dieser Erkenntnis, als er mit seiner Mikrobenmischung die erste Versuche machte. Die Ergebnisse waren so erfolgreich, das er diese Mischung nun effektive Mikroorganismen nannte, kurz EM.

Nachdem EM auf das Land ausgebracht wurde, begannen die Mikroben ihre Arbeit in aufbauende Richtung. Das heißt, es wurden mehr Nährstoffe für die Pflanzen produziert und krankmachende Keime und Fäulnis wurden verdrängt. Die Pflanzen bilden mehr Wurzeln wodurch die Aufnahme der Nährstoffe vergrößert wird. Das Resultat ist gesunde Pflanzen mit größerem gesünderen Ertrag.

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